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Was, wenn mein sicherer Arbeitsplatz plötzlich nicht mehr sicher ist?

Vielleicht geht es dir gerade so. Du hast einen Job, der eigentlich als sicher galt, vielleicht schon seit Jahren, vielleicht war er sogar ein Grund, warum du dich für diese Firma entschieden hast. Jetzt spürst du zum ersten Mal, dass diese Sicherheit nicht mehr selbstverständlich ist. Vielleicht wird umstrukturiert, vielleicht hörst du Gerüchte, vielleicht merkst du einfach an der Stimmung, dass sich etwas verändert.

Bevor du jetzt in Panik gerätst, möchte ich dir etwas sagen, das ich in vielen Jahren immer wieder erlebt habe. Genau solche Momente sind oft die größte Chance, die du bekommst, wenn du sie richtig angehst. Nicht, weil Jobverlust angenehm wäre, sondern weil er dich manchmal zu Entscheidungen zwingt, die du dir sonst nie erlaubt hättest.

Bleiben, weil es sicher ist, obwohl du unglücklich bist

Kennst du das Gefühl, in einem Job zu bleiben, nicht weil er dir guttut, sondern weil er sich zumindest sicher anfühlt? Das ist ein sehr menschlicher Grund zu bleiben und niemand sollte dir dafür ein schlechtes Gefühl machen. Trotzdem lohnt sich eine ehrliche Frage, nämlich ob es wirklich die Sicherheit ist, die dich hält oder eher die Angst vor dem, was käme, wenn du gehst.

Falls jetzt gerade eine Entscheidung auf dich zukommt, die du dir nicht ausgesucht hast, lohnt sich ein Perspektivwechsel. Vielleicht ist das nicht der Moment, in dem dir etwas weggenommen wird, sondern der Moment, in dem du endlich die Frage stellen darfst, die du dir schon lange nicht mehr getraut hast, nämlich was du eigentlich tun würdest, wenn du völlig frei wählen könntest.

Wechseln, obwohl gerade niemand weiß, wie es weitergeht

Auf der anderen Seite gibt es die, die spüren, dass sie eigentlich weiterziehen möchten, aber gerade fühlt sich kein Moment richtig dafür an. Die Wirtschaft ist unruhig, viele Branchen zögern mit Einstellungen und dieses ständige Abwägen kostet Kraft. Dabei sind unruhige Zeiten oft genau die Zeiten, in denen sich am meisten neu sortiert und in denen ungewöhnliche Wege plötzlich möglich werden, die vorher niemand für denkbar gehalten hätte.

Die Frage ist deshalb selten, ob gerade der perfekte Moment ist, den gibt es ohnehin fast nie. Die eigentlich spannende Frage lautet, was von dem, was dich zurückhält, eine echte Überlegung ist und was nur die Angst ist, die gerade lauter spricht als sonst.

Wer bin ich eigentlich, ohne meinen Beruf?

Das ist vielleicht die größte Frage von allen und genau darin steckt auch das größte Potenzial. Wenn der Beruf über Jahre ein großer Teil deiner Identität war, fühlt sich die Vorstellung, ihn zu verlieren, zunächst oft an wie ein Verlust. Sehr viele Menschen entdecken aber gerade in solchen Umbruchphasen zum ersten Mal seit Langem wieder, was sie eigentlich können, was ihnen wirklich wichtig ist und wer sie sind, wenn kein Titel mehr davorsteht. Das braucht Zeit, lohnt sich aber fast immer.

Was du wirklich beeinflussen kannst und was daraus wachsen kann

Krieg, Politik, Preise, die Lage deines Unternehmens, das Verhalten anderer Menschen. Es gibt gerade sehr viel, worüber wir uns Sorgen machen, ohne tatsächlich Einfluss darauf zu haben. Genau da lohnt sich der Blick nach innen, auf das, was wirklich in deinem Spielraum liegt.

Manchmal ist die Antwort erst mal klein. Du kannst heute ein Gespräch führen, deinen Lebenslauf aktualisieren oder mit jemandem sprechen, der dir weiterhelfen könnte. Aus solchen kleinen Schritten entstehen erstaunlich oft ganz neue Wege, manchmal sogar bessere als die, die gerade wegfallen. Viele meiner Klientinnen und Klienten erzählen mir im Nachhinein genau das, nämlich dass die Krise, vor der sie am meisten Angst hatten, rückblickend der Punkt war, an dem sich alles zum Guten gewendet hat.

Genau Menschen in solchen Situationen begleite ich besonders gerne. Wenn der Boden gerade wackelt, möchte ich dir sagen, dass du damit nicht allein bist und diesen Weg auch nicht allein gehen musst. Oft reicht schon ein Gespräch, um zu sehen, wo tatsächlich eine Chance steckt, die von außen noch gar nicht sichtbar ist.

Wenn dich diese Fragen gerade selbst beschäftigen, findest du auf omnitologie.com kostenlose Selbstchecks, die dir helfen können, wieder klarer zu sehen, was gerade wirklich zu dir gehört und was du daraus machen kannst.

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