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Wie lebe ich, wenn ich nicht weiß, was als Nächstes kommt?

Es gibt gerade sehr viele Menschen, die sich genau diese Frage stellen, auch wenn sie es selten so offen aussprechen. Sie sagen eher Sätze wie: Ich weiß nicht, wie es weitergeht. Oder: Ich habe das Gefühl, der Boden wackelt gerade ein bisschen. Wenn du das kennst, bist du damit nicht allein, auch wenn es sich in dem Moment oft genau so anfühlt.

Ich glaube nicht, dass es hilft, dir jetzt Sicherheit zu versprechen. Das kann ehrlich gesagt niemand, egal wie überzeugend es klingt. Was aber wirklich hilft, ist zu lernen, ein paar Dinge auseinanderzuhalten. Was ist gerade tatsächlich gefährdet? Was ist nur noch nicht entschieden? Was kann ich beeinflussen? Und was muss ich im Moment einfach aushalten, weil es dafür noch keine Antwort gibt? Allein diese vier Fragen bringen oft schon mehr Ruhe als jede beruhigende Zusage von außen.

Wenn Geld zur Sorge wird, statt zur Möglichkeit

Vielleicht kennst du das. Du verdienst gerade weniger als früher. Dein Unternehmen trägt dich nicht mehr so, wie es das einmal getan hat. Du rechnest zum ersten Mal seit Langem wirklich nach, ob sich die Wohnung noch ausgeht. Wenn du alleine wohnst oder deine Kinder alleine großziehst, spürst du diesen Druck vermutlich noch einmal deutlicher, weil kein zweites Einkommen im Hintergrund abfedert.

Das ist keine Kleinigkeit und es ist auch kein Zeichen dafür, dass du etwas falsch gemacht hast. Hinter der Sorge um Geld steckt oft eine zweite, leisere Frage: Was bin ich eigentlich noch wert, wenn ich weniger habe als vorher? Diese Frage darf gestellt werden, auch wenn sie unangenehm ist. Ich bin keine Finanzberaterin und werde dir hier keine Tipps zum Sparen geben. Was ich dir aber sagen möchte: Dein Wert als Mensch hängt nicht an der Zahl auf deinem Konto, auch wenn sich das im Alltag manchmal genau so anfühlt.

Wenn das, worauf du dein Leben aufgebaut hast, ins Wanken gerät

Wenn du selbständig bist, ein Unternehmen führst oder eine leitende Rolle hast, kennst du dieses Gefühl vielleicht besonders gut. Schwächere Nachfrage, steigende Kosten, ein Team, das getragen werden will und du selbst mittendrin, ohne dass jemand dir sagt, wie es ausgeht. Viele Unternehmerinnen und Unternehmer erleben gerade genau das gleichzeitig und trotzdem fühlt es sich für jeden Einzelnen an, als wäre man allein damit.

Wenn du gerade überlegst, ob du ein Geschäftsmodell verändern, verkleinern oder sogar beenden musst, möchte ich dir eines sagen: Ein Unternehmen zu schließen macht dich nicht zu einem gescheiterten Menschen. Es kann sogar eine der klügsten Entscheidungen sein, die du in dieser Phase triffst. Der schwierige Teil ist meistens nicht die Entscheidung selbst, sondern die Frage, wie du sie triffst, ohne dich innerlich völlig zu verlieren. Dafür lohnt es sich, ehrlich hinzuschauen: Halte ich gerade noch durch, weil es sich lohnt oder halte ich nur noch durch, weil Loslassen sich wie Versagen anfühlt?

Was du jetzt tun kannst

Du musst diese Fragen nicht an einem Tag beantworten. Es reicht, wenn du anfängst, sie überhaupt zu stellen, statt sie im Hintergrund mitlaufen zu lassen. Nimm dir einen Moment und schreib für dich auf, was gerade wirklich unsicher ist und was du nur so empfindest, weil noch keine Entscheidung gefallen ist. Das allein bringt oft schon spürbar mehr Klarheit, weil sich Unsicherheit im Kopf meistens größer anfühlt, als sie in Wirklichkeit ist.

Du bist nicht schwach, wenn dich das gerade beschäftigt. Du gehst nur gerade durch etwas, das momentan sehr viele Menschen gleichzeitig durchmachen, auch wenn nicht jeder darüber spricht. Wenn du magst, findest du auf omnitologie.com kostenlose Selbstchecks, mit denen du dir selbst ein Stück klarer werden kannst, wo du gerade wirklich stehst.

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