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Du funktionierst wunderbar. Aber lebst du eigentlich noch dein eigenes Leben?

Warum ein Leben nach außen völlig in Ordnung aussehen kann und sich innen trotzdem falsch anfühlt und warum die Omnitologie dann nicht sofort nach Veränderung fragt. ca. 3 Min. Lesezeit

Eigentlich läuft es doch. Du hast einen Beruf, vielleicht eine Beziehung, eine Familie, eine schöne Wohnung. Du erledigst deine Dinge, bist zuverlässig und bekommst dein Leben hin. Andere würden vermutlich gar nicht verstehen, was dein Problem ist und genau deshalb verstehst du es manchmal selbst nicht. Eigentlich ist ja alles okay.

Warum fühlt es sich dann nicht auch so an?

Man kann sich ein Leben aufbauen, ohne es bewusst gewählt zu haben

Das passiert selten von heute auf morgen. Mit zwanzig triffst du eine Entscheidung, dann kommt die nächste. Aus einem Job werden zehn Jahre, aus einer Beziehung wird ein gemeinsamer Alltag, vielleicht kommen Kinder, Verpflichtungen, ein Haus, finanzielle Verantwortung. Irgendwann ist da ein ziemlich fertiges Leben, nur hat dich lange niemand mehr gefragt, ob du es eigentlich noch willst.

Das bedeutet nicht automatisch, dass du kündigen, dich trennen oder alles hinschmeißen solltest, vieles passt vermutlich sogar sehr gut. Es gibt aber möglicherweise Bereiche, in denen du irgendwann aufgehört hast zu wählen und angefangen hast, einfach weiterzumachen.

Was die Omnitologie dazu sagt

Wir versuchen häufig, ein unangenehmes Gefühl möglichst schnell loszuwerden. Wir suchen mehr Motivation, mehr Energie, mehr Dankbarkeit, einen neuen Urlaub, ein neues Hobby, ein neues Ziel. Die Omnitologie würde vorher eine andere Frage stellen, nämlich was wäre, wenn dieses Gefühl gar nicht wegmuss.

Es stört dein Leben womöglich gar nicht, sondern macht dich auf etwas aufmerksam. Es gibt schließlich einen Unterschied zwischen einem Leben, das funktioniert und einem Leben, das zu dir passt.

Du bist vielleicht sehr gut in einer Rolle geworden

Du bist die Verlässliche, der Vernünftige, die, die alles organisiert, der, der immer arbeitet, die gute Mutter, der unkomplizierte Partner, die Selbstständige, die alles schafft. Manche Rollen beginnen irgendwann ganz selbstverständlich und irgendwann sind wir so gut darin, dass niemand mehr fragt, ob sie uns eigentlich entsprechen, manchmal nicht einmal wir selbst.

Dann funktioniert das Außen wunderbar, aber innen taucht irgendwann dieser merkwürdige Satz auf: War das jetzt schon alles? Das ist nicht undankbar, es muss auch keine Krise sein, sondern kann einfach eine ehrliche Frage sein.

Stell dir dein Leben ohne Publikum vor

Eine Frage finde ich dafür besonders spannend: Wie würdest du leben, wenn niemand deine Entscheidungen bewerten würde? Wenn niemand enttäuscht wäre, wenn niemand beeindruckt sein müsste, wenn niemand sagen würde, das könntest du doch jetzt nicht machen oder du hättest doch alles.

Was würdest du behalten, was würdest du verändern? Bei manchen Dingen fällt die Antwort erstaunlich klein aus, bei anderen ziemlich groß. Bei einer einzigen Sache merkst du vielleicht sofort, dass du sie eigentlich schon lange nicht mehr für dich selbst machst. Genau dort würde ich hinschauen.

Dein Nervensystem kennt den Unterschied nicht als Lebensphilosophie

Unser Körper diskutiert nicht darüber, ob unser Leben auf dem Papier vernünftig aussieht, er erlebt unseren Alltag. Dauernde Anspannung, Konflikte, Überforderung, fehlende Erholung oder das Gefühl, ständig funktionieren zu müssen, können sich körperlich bemerkbar machen. Das bedeutet nicht, dass jedes Symptom eine psychische Ursache hat, körperliche Beschwerden gehören entsprechend medizinisch abgeklärt. Körper und Leben vollständig voneinander zu trennen, wäre aber genauso wenig sinnvoll.

Dein Kopf versteht längst, dass du eigentlich zufrieden sein müsstest und trotzdem kommt dein Körper nicht richtig zur Ruhe. Dann lohnt sich möglicherweise nicht die Frage, was mit dir nicht stimmt, sondern was in deinem Leben gerade nicht mehr zu dir passt.

Genau dafür gibt es den Persönlichkeits-Selbstcheck

Merkst du beim Lesen, dass du dein Leben gut bewältigst, aber dich darin selbst ein wenig verloren hast, kannst du mit dem Persönlichkeits-Selbstcheck beginnen. Nicht um dich in eine Schublade zu stecken, sondern um einmal wieder auf dich zu schauen: Was entspricht dir, wie lebst du tatsächlich und wo ist vielleicht ein Unterschied zwischen beidem entstanden?

→ Persönlichkeits-Selbstcheck öffnen

Ist deine Frage noch grundsätzlicher und weißt du gerade überhaupt nicht, wo du in deinem Leben stehst, passt der Standort-Selbstcheck besser.

→ Standort-Selbstcheck öffnen

Taucht in dir schon länger der Satz auf, dass du eigentlich alles hast, aber ob das schon alles war, dann würde ich Finde dein Lachen wieder® nehmen.

→ Finde dein Lachen wieder® öffnen

Du musst dein Leben danach nicht komplett verändern. Oft stellt sich nur heraus, dass ein paar Entscheidungen längst nicht mehr deine eigenen sind. Veränderung beginnt genau deshalb nicht damit, alles anders zu machen, sondern damit, wieder zu merken, was eigentlich deins ist. Genau dort beginnt Omnitologie.

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